Kunst/Musik/Gestaltung

Kunst

05.2/009

Viedeoerstellung und -bearbeitung in der Schule

Schulform(en): BK, GE, GY, RS, FÖ

1.1                                       „Videobearbeitung in der Schule“

 

Sich selbst einmal in einem Videoclip zu sehen, dies ist für alle Schüler und Schülerinnen ein besonderer Anreiz.

Oftmals scheitert die Durchführung eines solchen Unterrichtsvorhabens aber an der Fülle von Schwierigkeiten, mit denen der Lehrer / die Lehrerin nicht gerechnet hat. Am Ende wird das Projekt dann abgebrochen oder das erzielte Ergebnis entspricht einfach nicht den eigenen Erwartungen.

 

Um ein Videoprojekt erfolgreich durchführen zu können, muss ein Lehrer:

1)       die Tontechnik beherrschen (kein Film kommt ohne die passenden Geräusche und Musik aus!)

2)       Wissen über Bildführung und Umgang mit der Videokamera haben (ein Film ist keine Theateraufführung, die Kameraeinstellungen spielen eine wesentliche Rolle!)

3)       digitale Schnittprogramme für Video und Audio am Computer bedienen können

4)       in der Lage sein, seine Lerngruppe binnendifferenziert unterrichten zu können (denn in den meisten Fällen sind nicht 30 Schüler gleichzeitig an den Aufnahmen beteiligt)

 

Weiterhin ist auch die Auswahl eines geeigneten Themas wichtig. Ist es zu komplex, wird das Projekt in der Schule scheitern (Zeitorganisation ist bei 2 Stunden pro Woche ein wesentlicher Faktor!).

Ein Schulprojekt sollte insgesamt nicht länger als 4 Wochen dauern, da sonst die Motivation rapide abnimmt und die Ergebnisse immer schlechter werden (gilt insbesondere für Schüler in der Sekundarstufe I).

 

Aufbau und Gliederung

Erster Teil (Schwerpunkt Software und Technik):

Ø       Die Teilnehmer müssen zu einer Aufgabe einen dreiminütigen Kurzfilm erstellen. Dazu werden sie ohne weitere Erklärungen mit einem Camcorder zum Aufnehmen der Videosequenzen geschickt. Das Rohmaterial darf die Länge von 12 Minuten nicht überschreiten.

Ø       Die Teilnehmer lernen, das Material vom Camcorder mit Hilfe der Software Adobe Premiere auf den Rechner zu überspielen und zu ordnen.

Ø       Die Teilnehmer erstellen einen Rohschnitt („Roughcut“): Dazu gehört das Kürzen der Videoclips auf die richtige Länge, Änderungen an der Reihenfolge vornehmen, Übergänge hinzufügen, Titel und Abspann erstellen.

Ø       Die fertigen geschnittenen Filme müssen dann in ein allgemein lesbares Format gebracht werden (z.B. Quicktime oder AVI).

Ø       Nun können die Filme vorgestellt und besprochen werden. Bei der Vorführung ergeben sich viele wichtige Fragestellungen und Kritikpunkte von ganz alleine. Fehler in der Kameraführung und / oder im Konzept werden beim Abspielen auf einer großen Leinwand (per Beamer) besonders deutlich!

Ø       Die Kritikpunkte (und natürlich auch die guten Ideen!) werden gesammelt und dann im zweiten Teil wieder aufgegriffen.

 

Der zweite Teil:

Hier stehen nun mehr künstlerische und pädagogische Aspekte im Vordergrund.

Ø       Gängige dramaturgische Tricks und Einstellungen des Berufsfilms werden erörtert. Dazu gehört z.B. auch die Planung mit einem Storyboard.

Ø       An einem Beispiel wird gezeigt, wie man eine ganze Schulklasse an einem Videoprojekt beteiligen kann, obwohl oft nur 2 Schüler zur gleichen Zeit vor der Kamera stehen können (Drehbuch, Erstellung von Grafiken, Standbildern, Cover für die DVD-Hülle, Titel und Abspannerstellung, Maske, Requisite u.s.w.).

Ø       Die Teilnehmer sollen nun in einer Kleingruppe einen neue Aufgabe erledigen. Hier soll nun die Kritik und die Anregungen vom ersten Teil umgesetzt werden.

Ø       Der Videoschnitt soll nun möglichst eigenständig gemacht werden.

Ø       Die fertigen Filme werden wieder gezeigt und besprochen. Positive Entwicklungen werden herausgestellt.

Ø       Die Teilnehmer sollen überlegen, ob sie das Projekt mit ihrer Klasse genauso hätten durchführen können und erklären, wo sie Probleme erwarten. Verschiedene Lösungsstrategien für eine erfolgreiche Arbeit in der Schule werden aufgezeigt und besprochen.

Reisekosten für teilnehmende Lehrkräfte werden nicht von der Bezirksregierung gezahlt, können jedoch bei der eigenen Schule zu Lasten des Fortbildungsbudgets beantragt werden.

 

 

Volker Menneking, Tel.: 05231-71 4609, Dezernat 46

Martin Rudkowski, Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Detmold

Maximal 15 Lehrer/Innen, die Kunst, D&G oder Musik in der Sek I unterrichten

Termine fortlaufend.

Kreishaus

Felix-Fechenbach-Str. 5, 32756 Detmold

Videoraum des Medienzentrums Lippe

Rudi Riedel, Tel.: 05231-71 4615, Fax:DT 71 4699

fortlaufend

 

Bei Meldeschlussangabe (Eingangsdatum bei der BezReg) bitte Dreifach- bzw. Zweifachvordruck verwenden.